Nano-SIM-Card: Kleinste Sim-Karte von G&D vorgestellt
Das Münchener Unternehmen Giesecke & Devrient (G&D) hat mit der Nano-Sim die nach eigenen Angaben weltweit kleinste Sim-Karte vorgestellt. Sie ist im Vergleich zur Micro-Sim ein Drittel kleiner. Dadurch wird laut G&D die Produktion leistungsstärkerer und schlankerer Geräte möglich. Die Nano-Sim könnte bereits nächstes Jahr in den ersten mobilen Endgeräten zum Einsatz kommen.
Auf der Fachmesse „CARTES & IDentification 2011“ in Paris hat der Münchner Technologiekonzern G&D die erste Nano-Sim-Karte vorgestellt. Die kleine Sim misst 12 mal 9 Millimeter. Ihre Dicke wurde im Vergleich zur Micro-Sim um etwa 15 Prozent verringert. Verglichen mit einer Standard-Sim-Karte beträgt der Größenunterschied fast 60 Prozent.
Endgerätehersteller profitieren von der geringen Größe der Nano-Sim. Der gewonnene Raum kann für andere Komponenten – wie größere Akkus oder Speicher – im Mobiltelefon genutzt werden. Ebenfalls vereinfacht wird die Herstellung schlankerer Gerätemodelle.
Nano-Sim von Mobilfunkern getestet
Die ersten Nano-Sim-Karten wurden von G&D einzelnen Mobilfunkanbietern für Tests zur Verfügung gestellt. Laut Hersteller soll die Nano-Sim voraussichtlich Ende 2011 durch das ETSI (European Telecommunications Standards Institute) standardisiert werden. Mithilfe einer Adapterlösung wird die Nano-Sim rückwärtskompatibel. Dadurch kann sie auch in älteren mobilen Endgeräten genutzt werden.
„Die Erfindung der Sim-Karte markiert einen Meilenstein in der Geschichte von G&D. Mit der Nano-Sim haben wir gezeigt, wie man diese Entwicklung weiter perfektionieren kann“, so Axel Deininger, Leiter der Division Secure Devices bei G&D.
Autor: ES




